Winterthur-Seen

Winterthur-Seen


Samstagmorgen 9:10 in Eidberg- es regnet in Strömen! Trotzdem sind die ersten Velofahrer schon da. 20 Mitglieder sind an diesem Morgen, der immer sonniger wird, zusammengekommen, um für ein vielfältiges Tellenholz zu arbeiten.
Das gemähte Schilf ist vom einen Team schnell zusammen genommen und sie stossen schon bald zu der grossen Gruppe, die im Davall Seggen-Ried arbeitet. Sorgfältig zwischen den Orchideen durchgehend werden Goldruten ausgezupft und Schilfhalme tief unten abgeschnitten. Wie weit kommen wir wohl dieses Jahr? Letztes Jahr sind wir mit dem Schilf bis über die Mitte gekommen ...
Je weiter oben, um so schwieriger wird es. Der Sumpfstendelwurz steht ganz dicht und wir wollen ihn ja nicht umtreten. Die ersten Blüten sind offen. Die Handwurz ist erst am Blütenstände bilden und wird wohl erst beim Nachzupfen am Blühen sein. Ganz klein dazwischen blüht das Gemeine Kreuzblümlein (Polygala vulgaris). Zu dritt sind wir in der traumhaften Blumenwiese mit den Büschelglockenblumen. Zu Beginn ist es noch kühl, daher lassen sich die Scheckenfalter noch fotografieren. Das Berufskraut suchen wir in der Wiese und stechen es aus. Auch im Weg wachsen sie und wollen den Wegwarten den Platz streitig machen.
Schon vor der Pause sind wir schon sehr weit gekommen. Daher machen wir nach der Pause einen Gänsemarsch zum Erkunden durch das ganze Gebiet. Das Fettblatt am Tuffstein ist leider gerade verblüht, dafür sehen wir viele Türkenbunde, dunkle Akelei und Nestwurz am Blühen. Vor allem am neu aufgelichteten Grat wachsen sie in Fülle.
Über den Bach kommen wir in den wilden Teil mit wunderschönen Sumpfkratzdisteln und Riesenschachtelhalmen. Am ehemaligen Waldrand haben wir im Winter Armenische Brombeeren ausgegraben. Da sind jetzt alle weg und es kann anderes wachsen. Im nächsten Winter kommt das nächste Stück dran. Weiter unten ist ein hübsches Bödeli mit Zypressenwolfsmilch und Waldzwenke und lässt ein zum Verweilen.
Wir machen uns aber weiter an die Arbeit. Schon vor der Zeit sind wir fertig. Das ganze Ried Schilf und Goldruten frei! Da bleibt noch ein Abstecher zu den Ameisenlöwen, die wir voll in Aktion erleben. Ameisen fallen in ihre Sandtrichter und werden von den versteckten Larven gepackt zum Fressen.

Es hat Freude gemacht mit Euch allen. Vielen Dank.
Regina Bachmann

Tellenholz 1860

Der wilde Teil im Tellenholz mit Sumpfkratzdisteln und Riesenschachthalm

 Tellenholz 1872

Sumpfkratzdistel mit Pinselkäfer und Hummel

Tellenholz 20 Wolfs

Zypressen-Wolfsmilch Bödeli

Tellenholz 20 5

Hier haben wir im Winter die Armenischen Brombeeren (verwilderte Gartenbrombeeren, invasiver Neophyt) gerodet.

 Tellenholz 20 6

Exhuvie einer geschlüpften Grosslibelle

Tellenholz 20 7

Veränderliche Krabbenspinne auf einer Witwenblume

 Tellenholz 20 8

... und in gelb am Fressen.

 Tellenholz 20 3

Tellenholz 20 2

Am Schilf schneiden.

Tellenholz 20 1

Das schilffreie Ried.

 

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